Kriminologie

Wozu zum Henker? Bericht des AKJ Ffm

[23.08.] Der AKJ Frankfurt a.M. plant eine strafrechtskritische Veranstaltungsreihe. Hier berichten sie über ihre Auftaktveranstaltung: Bericht „Wozu zum Henker?“.

Mixed (Recht kurz) #11

Gesammeltes aus div. Medien:

  • Der Tagesspiegel: Ob und wie Strafe wirkt, wird nicht nur in der Pädagogik, sondern auch in der Kriminologie leidenschaftlich diskutiert. Jetzt haben sich erstmals Ökonomen umfassend mit dem Thema befasst. Sie fordern mehr Urteile. [Der ganze Artikel]
  • Telepolis: Das Urheberrecht ist komplex. Wie komplex, das illustriert aktuell der Fall Zeitungszeugen, über dessen immaterialgüterrechtlichen Teil am Mittwoch verhandelt wurde. Das Landgericht München zeigt Zweifel an den vom Bayr. Finanzministerium geltend gemachten Monopolrechtsansprüchen. [Der ganze Artikel]
  • SpiegelOnline: Nachkommen griechischer SS-Opfer haben die Bundesrepublik auf 50 Millionen Euro Entschädigung verklagt. Der Anwalt der KlägerInnen will das Geld aus dem Fahrschein-Verkauf der Deutschen Bahn AG pfänden lassen. Die Bahn sieht dafür „keine rechtliche Grundlage“. [Der ganze Artikel]
  • Neues Deutschland: Seit mehreren Monaten läuft in Stuttgart-Stammheim ein 129b-Verfahren gegen fünf vermeintliche Mitglieder der marxistisch-leninistischen DHKP/C aus der Türkei. Der Schriftsteller und Rechtsanwalt Peter Chotjewitz, der in den 70er Jahren das RAF-Mitglied Andreas Baader in Stammheim verteidigte, hat einen der türkischen Gefangenen besucht. Über seine Eindrücke sprach mit ihm Peter Nowak. [Der ganze Artikel]
  • Studie widerlegt Wahlkampf-Mythen über Jugendkriminalität

    Vergangene Woche wurde über die Ergebnisse einer Studie berichtet, die sich mit Jugendkriminalität beschäftigt. Die Langzeituntersuchung wird von WissenschaftlerInnen aus Münster und Bielefeld durchgeführt1, siehe Pressemitteilung des Forschungsteams vom 11.09.2008. Die Studie …

    … widerlegt die verbreitete, gerne auch von konservativen und rechten Politikern geäußerte Meinung, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund krimineller und vor allem gewalttätiger als deutsche seien. Bis zum Alter von 17 Jahren haben allerdings drei Fünftel der Jugendlichen mindestens einmal eine kriminelle Tat begangen, wobei es sich allerdings meist um leichte Straftaten handelt, immerhin werden aber noch von einem Drittel auch Gewaltdelikte wie Körperverletzungen und Raubdelikte genannt. Interessant ist, dass dieses Ausreizen der Spielräume schon nach einem steilen Anstieg am Ende des Kindesalters mit 15 Jahren schon wieder zurück [geht].
    [Quelle: telepolis vom 12.09.2008]

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    Tagung zu Haftbedingungen in der BRD

    Haftbedingungen in der BRD – Öffentliche Anhörung zu Gefängnispolitik und Knastalltag
    19. bis 21. September 2008 in Bonn

    Veranstalter: Komitee für Grundrechte und Demokratie in Kooperation mit der Werner-Holtfort-Stiftung

    Haftbedingungen 2008: Politische, rechtliche und empirische Grundlagen

    Die Auswirkungen der aktuellen Justiz- und Kriminalpolitik auf den Strafvollzug sowie die haftinternen Entwicklungen in den bundesdeutschen Justizvollzugsanstalten stehen im Mittelpunkt der Tagung.

    Föderalismusreform, Zunahme der Gefangenenrate, längere Verbüßungszeiten, Ausweitungen des Verwahrvollzugs, Überbelegungen, starke Rückgänge bei Vollzugslockerungen … dies sind nur einige Stichworte, die die heutigen Haftbedingungen kennzeichnen. Selbst die im 1977er Strafvollzugsgesetz enthaltenen zarten Ansätze eines auf „Resozialisierung“ orientierten Vollzuges werden zurückgenommen. „Sicherheit zuerst“ lautet die Devise herrschender Kriminalpolitik. Welche Folgen hat die aktuell verfehlte Gefängnispolitik auf die betroffenen Menschen und – zumindest langfristig – für die Gesellschaft insgesamt? Welche Herausforderungen stellen sich einer menschenrechtsorientierten Gegenbewegung?

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    Johannes Feest über die Sicherungsverwahrung

    [18.08.] Der Kriminologe Johannes Feest äußert sich im taz-Interview über die Anwendung der Sicherungsverwahrung.

    Tatort-Fans, aufgepasst!

    Der AKJ der HU Berlin hat vor kurzem ein neues Projekt ins Leben gerufen: Das Institut für interdisziplinäre Medienforschung ‚Innere Sicherheit‘ (IIMIS) beschäftigt sich mit der Medialisierung und Visualisierung von Rechtswirklichkeit in Rundfunk, Publikationen und Internet. Als erste öffentliche Plattform des Instituts dient die „Tatortkontrollkommission“, die die ARD-Krimiserien „Tatort“ und „Polizeiruf 110″ unter die Lupe nimmt. (Gefunden bei Sondervotum)

    Die üblichen Verdächtigen

    Die Diskussion um die Verschärfung des Jugendstrafrechts zieht täglich neue Kreise. Es wird gehetzt gegen die sog. „kriminellen Ausländer“ und immer mehr Leute melden sich zu Wort, obwohl sie doch alle einfach den Mund halten sollten. Aber es ist eben Wahlkampf. Mit Fakten braucht man da scheinbar nicht zu kommen, aber dennoch hier ein Versuch – ein Artikel zum Thema aus der Forum Recht 3-2006:

    Christian Walburg: Die üblichen Verdächtigen – Einwanderung, Kriminalität und Strafrecht1

    Den Artikel gibts hier als Online-Version oder auch hier als pdf. Der Text stammt zwar aus dem Jahr 2006, ist aber angesichts der derzeit geführten Diskussion hochaktuell. Wie heißt es so oft: zur Lektüre empfohlen.

    1. In: Forum Recht 3-2006, S. 94-96. [zurück]

    BAKJ-Kongress in Münster

    Kongress-Ankündigung (via BAKJ):

    Vom 2. bis 4. November 2007 findet im Internationalen Zentrum der Universität Münster der nächste BAKJ-Kongress statt. Unter dem Titel „Bist du sicher?“ wird es verschiedene Arbeitsgemeinschaften zu den Themen Strafvollzug, Kriminalpolitik und soziale Kontrolle geben. Veranstaltet wird der Kongress von den Kritischen Juristen und Juristinnen Münster. (mehr…)