juristische Ausbildung

Rassismus in der Jura-Klausur?

[06.01.] Ein Anwalt, der Angehörige der Opfer des NSU-Trios vertritt, hat das nordrhein-westfälische Landesjustizprüfungsamt kritisiert, da es in einer Examensklausur aus dem Jahr 2010 rassistische Klischees verbreitet habe. „Der Anwalt hält den Sachverhalt für eine Aufreihung ausländerfeindlicher Klischees. Er fürchtet, dass sich bei Nachwuchsjuristen so ein bestimmtes Migrantenbild verfestigen könne.“ Liebes Prüfungsamt: Bei der Erstellung der nächsten Klausuren besser gleich hier anfragen, wo die kritische Haltung direkt bei der Klausurerstellung mitgeliefert wird.

BAKJ-Herbstkongress 2011 in Berlin

[07.09.] Wie man hört, gibt es einen Termin für den nächsten BAKJ-Herbstkongress: Die Kritischen Jurist_innen an der FU Berlin vermelden, dass der Kongress vom 11. bis 13. November 2011 stattfinden soll. Nähere Infos zum Programm etc. gibt’s dann sicher auch bald.

Nächster BAKJ-Kongress in Wien

[15.02.] In Wien gibt es eine Gruppe linker Jus-Student_innen, auf deren Site ich hier mal hinweise: recht.links. Wie dort zu lesen ist, soll auch der nächste BAKJ-Kongress vom 27. bis 29. Mai 2011 in Wien stattfinden. Nähere Infos dazu dann sicher bald dort.

Homepage zum Herbstkongress des BAKJ in Frankfurt a.M.

[17.10.] Wie hier bereits kurz erwähnt, wird vom 05. bis 07. Nov. in Frankfurt a.M. der Herbstkongress des BAKJ stattfinden. Zum Kongress gibt es auch eine eigene Seite mit vielen Infos zum Programm etc., die ich hiermit empfehlen möchte: www.bakjkongress.blogsport.de.

Greifswald: Jura-Prof darf nicht mehr mit „Thor Steinar“ in die Uni

[09.09.] Wie bei Analyse, Kritik & Aktion zu lesen ist, hat die Universität Greifswald einem ihrer Jura-Profs untersagt, in der Uni Kleidung der Marke „Thor Steinar“ zu tragen. Sein abstruser Modegeschmack hatte ihm bereits den Beinamen „Professor Steinar“ eingebracht.

AKJ in Heidelberg gegründet

[19.10.] Seit kurzem gibt es auch in Heidelberg einen Arbeitskreis kritischer JuristInnen. Zur neu eingerichteten Homepage geht es hier. Good work!

BG Jura Göttingen: Neue ‚Mindermeinung‘ erschienen

[31.07.] An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass die Basisgruppe Jura Göttingen eine neue Ausgabe ihrer Publikation herausgebracht hat: die ‚Mindermeinung‘. Lesenswert!

Nachrichten aus der Parallelwelt: Die Zeitschrift „justament“

Gastbeitrag:

Nachrichten aus der Parallelwelt: Die Zeitschrift „justament“

Die sechsmal im Jahr erscheinende Ausbildungszeitschrift für Jurastudierende „justament“ (www.justament.de) macht gleich zu Beginn, im Editorial, einen überaus sympathischen Eindruck. Dort gewährt der Chefredakteur des Hefts, Thomas Claer, einen Blick in die Abgründe des in der „Karriere-Zeitschrift für Juristen“ goutierten Humors. Er gibt einen Witz wider, den ein Leser eingesandt hat: „Was sagt ein Prädikatsjurist zu einem Viererjuristen? Einmal Currywurst mit Pommes, bitte! Und was sagt ein Prädikatsjurist zu einem Dreierjuristen? Einmal zum Hauptbahnhof, bitte!“ Sicherlich, man möchte losprusten! Allein: „Also, Leute, strengt Euch an“, mahnt der Chefredakteur.

Weiter hinten, nach einem Schwerpunkt zum Umweltrecht, in dem vor allem Studierende und Referendar/innen zu Wort kommen, versucht sich die Zeitschrift noch in Buntem. In der Rubrik „Scheiben vor Gericht“ gibt es regelmäßig Plattenkritiken, wobei das „Urteil“ des Rezensenten stets in ganz besonderer Form abgefasst ist. „JaKönigJa: befriedigend (9 Punkte)“, „The Notwist: vollbefriedigend (11 Punkte)“. Das kann man nicht einmal mehr als Pennälerhumor entschuldigen, so affirmativ und doof ist es.

In der Rubrik „Service“ geht es dann noch u. a. um das neue Rechtsdienstleistungsgesetz (Überschrift: „Konkurrent Nichtjurist“), es folgt ein kleiner Artikel über die Nürnberger Prozesse („Recht historisch“) und zuletzt ein Erfahrungsbericht über die Härten des Jurastudiums. Überschrift: „Nur in die Fresse“. Klingt kritisch, erweist sich aber leider schlicht als ein weiterer Versuch in Pennälerhumor. Die Autorin schildert vor allem ihren eigenen Jura-Koller, inkl. gelegentlicher Anflüge von pedantischer Rechthaberei im Freundeskreis, aber natürlich alles mit einem leichten Augenzwinkern. Ohne Fleiß gibt’s eben keinen Preis. Dazu passt, dass auf der gegenüberliegenden Seite die Großkanzlei Linklaters ganzseitig um BewerberInnen wirbt. Gesamturteil: durchgefallen.

Ron Steinke

BAKJ tagte in Göttingen

Vorletztes Wochenende fand in Göttingen der diesjährige Winterkongress des ‚Bundesarbeitskreises kritischer Juragruppen‘ [BAKJ] statt, organisiert von der Basisgruppe Jura Göttingen. Unter dem Titel „Brave New Europe“ gab es Vorträge und Workshops zu rechtlichen und politischen Aspekten des Themas „Europa“.

Insgesamt waren so ca. 50 TeilnehmerInnen beim Kongress, beim Eröffnungsvortrag am Freitag Abend wohl noch mehr. Schön auch, dass so viele Leute von außerhalb den Weg nach Göttingen gefunden haben. Ebenso ist erfreulich, dass immer auch wieder neue Leute zum BAKJ stoßen, wie z.B. Leute aus Trier und Marburg.

Für einen ausführlichen Bericht habe ich gerade keine Zeit, verweise daher auf einen Beitrag vom Stadtradio Göttingen, den man bei Rakete nachhören kann: [107,1] Kritische JuristInnen tagen in Göttingen.

Brave New Europe – BAKJ-Kongress in Göttingen

Am kommenden Wochenende (31. Okt. bis 02. Nov.) findet in Göttingen der diesjährige Winterkongress des ‚Bundesarbeitskreises kritischer Juragruppen‘ [BAKJ] statt, es geht um verschiedene juristische und (rechts)politische Aspekte des Themas ‚Europa‘. Organisiert wird der Kongress von der Basisgruppe Jura Göttingen, auf den Seiten der BG gibt es ausführliche Infos. See you in Göttingen!

BAKJ Kongress Plakat

Auf den Termin hatte ich bereits hier kurz hingewiesen. Mittlerweile steht auch der Zeitablauf und das Programm.

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